Restaurant-Tipp Hamburg: Das Witwenball

Restaurant Tipp Hamburg: Witwenball

Ich habe mich kürzlich hoch in den Norden gewagt und war in Hamburg unterwegs. Vorausschauend wie ich bin, habe ich mich im Vorfeld informiert, wo man in Hamburg was Vernünftiges zwischen die Zähne bekommt.

Die Location der Wahl musste zwei Kriterien erfüllen. Ich wollte gutes Essen und guten Wein dazu, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass eine gute Weinkarte nahezu immer auf gutes Essen schließen lässt. Klar, wer Wert auf guten Wein legt, wird das ebenso für gutes Essen tun. Da ich mit dieser Theorie bisher immer richtig lag, konzentrierte ich mich auf die Weinkarten der Restaurant-Tipps in Hamburg, die ich so erhalten hatte.

Meine Wahl fiel schließlich auf das Restaurant Witwenball. Sie führen über 300 Weine und haben alles was Rang und Namen hat im Programm. Perfekt!

Witwenball Hamburg Weinkarte
Ziemlich große Namen sind da zu finden.

Vor Ort stellte sich heraus, dass ich mit meiner „guter Wein = gutes Essen“ Theorie mal wieder richtig lag. Eine kleine, überschaubare Speisekarte preiste die kulinarischen Highlights an.

Das Ambiente war genau so, wie ich es mag. Nicht zu schnieke, sondern schön gemütlich und gut besucht mit bestens gelaunten Menschen. Ich hörte Familien quatschen, Freunde lachen und Frauen kichern. Von jung bis alt war alles dabei, eine angenehme, familiäre Atmosphäre. Hier spielt das Leben und das macht Spaß, ich fühlte mich sofort wohl und bestellte mein Essen.

Als kleinen Happen vorweg hatte ich mich für den marinierten Hokkaido Kürbis entschieden. Die Wartezeit wurde mir mit ein bisschen Brot und passendem Aufstrich versüßt.

Hokkaido Kürbis im Witwenball Hamburg
marinierter Hokkaido Kürbis mit Blumenkohl / Feige / Walnuss

Das gab mir ein bisschen Zeit, mich durch die Weinkarte zu kämpfen, welch eine Freude. Es waren ca. 40 Seiten, die das Witwenball in Hamburg mit teils namenhaften und teils mir unbekannten Weinen gefüllt hat. Neben zahlreichen Größen aus Deutschland gibt es auch eine tolle Auswahl von Weinen aus Österreich, Frankreich, Italien, Spanien und Co.

Die Wahl fiel mir nicht leicht, doch ich entschied mich schließlich für die sichere Nummer und wählte einen meiner Lieblingsweine: Jülg Spätburgunder Kalkmergel. Irgendwie war mir nicht nach Experimenten, auch, wenn ich mir sicher bin, dass ich gute und vor allem passende Empfehlungen bekommen hätte.

Die Vorspeise war fantastisch, der Hokkaido Kürbis mit seinen Begleitern war schön hergerichtet und hielt das Versprechen ans Auge auch am Gaumen. „So kann es weitergehen“, dachte ich mir.

Dem war auch so, als Hauptspeise wurden mir Maultaschen mit Spinat-Kartoffel-Füllung im Röstzwiebelsud, Pfifferlingen und jungem Lauch aus der Witwenball Speisekarte serviert. Klingt verdammt lecker? Ist es auch. Die Maultaschen mit ihrer fabelhaften Füllung waren für sich genommen schon ein Highlight. Der Röstzwiebelsud, in dem sie badeten und die Pfifferlinge dazu, ließen mein Herz noch höher schlagen.

Kartoffel-Spinat-Maultaschen im Witwenball Hamburg
Spinat-Kartoffel-Maultaschen im Röstzwiebelsud mit Pfifferlingen und jungem Lauch

Über Jülg’s Spätburgunder brauche ich nicht viel zu sagen, da kann ich mich nur wiederholen, ein toller Tropfen.

Wie schon gesagt, ich hatte an dem Abend keine Lust auf Experimente und griff deshalb zu einem Wein den ich schon kannte. Bei meinem nächsten Besuch im Witwenball Hamburg lasse ich mich von etwas Neuem überraschen, ich bin mir jetzt schon sicher, es wird klasse.

Hier geht es zur Webseite vom Witwenball Hamburg.

Corkbordell Balazs Autor: Balazs

Profil

aktueller Alltagswein: Jülg Spätburgunder „Kalkmergel“ 2013
aktueller Lieblingswinzer: Weingut Jülg / Pfalz

Weintipps von Balazs

 

Schreibe einen Kommentar

*