Verkostungsbericht RIOJA Baron de Ley Reserva 2011

Verkostungsbericht Rioja Baron de Ley Reserva 2011

Toller Wein mit Special Effekt – perfekt für einen gemütlichen Abend mit Freunden!

 

Auf diesen Rioja bin ich indirekt durch Alex gekommen… Es ist eine etwas verstörende Geschichte und ich weiß, Alex wird heute noch schmunzeln, wenn er diese Sätze liest. Aber was soll’s, es sei ihm gegönnt…

Zu Beginn meiner Weinkarriere hatte Alex mir eine große Kiste mit unterschiedlichsten Weinen mitgegeben, damit ich mich mal durch die verschiedenen Weinregionen und Rebsorten trinken konnte. Man muss dazu sagen, dass Alex schon damals extrem viel auf sich und seine Weinkenntnisse gegeben hat, also bin ich (naiv wie ich bin) davon ausgegangen, dass es sich ausschließlich um Top Weine handelt die ich nun im Keller hatte. Aber Pustekuchen, falsch gedacht, Alex hat mir ein paar U-Boote untergejubelt, die ich für gut halten sollte, die es aber nicht waren. Darunter auch ein Rioja, ich meine Jahrgang 2009. Der etwas reifere Jahrgang und das klassische Etikett sollten mich täuschen und mir das Gefühl geben, dass das etwas ganz Besonderes ist.
Da ich aber schon damals kulinarisch ein Genießer war bin ich darauf natürlich nicht reingefallen und hab sofort erkannt, dass der Rioja von Alex nichts war. Das Thema Rioja hatte sich dann für mich erstmal erledigt, bis Alex mir geschworen hat, dass es echt gute Riojas gibt und ich mich nicht an der Plörre orientieren soll die er mir da untergejubelt hat. Das hat mich neugierig gemacht, so dass ich selbst auf die Suche gegangen und irgendwie beim Rioja Baron de Ley Reserva 2011 gelandet bin. Die Kundenrezessionen waren top und der Preis mit knapp 10-12,50€ ebenfalls. Also habe ich zugeschlagen und musste Alex, wenn auch nicht wirklich gerne, Recht geben. Es gibt definitiv richtig gute Riojas! Und der Baron de Ley Reserva ist einer davon.

 

Wie schmeckt der Rioja Baron de Ley Reserva

 

Wie schmeckt der Rioja Baron de Ley Reserva 2011?

Ich bin froh, dass ich noch ein paar Flaschen von diesem Wein im Keller habe!

 

Bevor dieser Wein auf den Markt kommt lagert er 20 Monate in Barrique Fässern und reift anschließend noch 2 Jahre in der Flasche. Verhältnismäßig viel Reifezeit für den Preis. Und das macht sich im Geschmack bemerkbar. Dank der langen Zeit im Barrique hat der Wein sowohl in der Nase als auch im Mund eine schöne und auch deutliche Vanille Note. Das ist zwar nicht jedermanns Ding, wenn das Vanille Aroma so dominant vorhanden ist, aber es macht das Ganze für mich zu einem „Effekt-Wein“. Damit meine ich, dass selbst ein Laie, der mit der Weintrinkerei nicht so viel am Hut hat beim Trinken einen AHA Effekt hat. Denn das Vanille Aroma ist selbst für ihn deutlich zu erkennen und macht das Weintrinken zum Erlebnis.
Nach dem durchaus dominierendem Vanillearoma kommt erstmal lange nichts, wenn man sich jedoch die Zeit nimmt, die Augen schließt und den Rioja Baron de Ley Reserva im Mund kreisen lässt, kann man durchaus Aromen von Johannisbeeren und Kirschen wahrnehmen. Aber das sind definitiv nicht die Aromen, die sich bei diesem Wein in den Vordergrund drängen.
Meiner Meinung nach ist der Rioja Baron de Ley Reserva ein perfekter Wein für einen gemütlichen Abend mit Freunden, die mit dem Weintrinken nicht all Zuviel am Hut haben. Der Wein hat durch sein Aroma etwas Besonderes, was auch genau solchen Gästen freude beim Weintrinken bereitet. Denn wie oft erntet man verständnislose Blicke, weil man alles Mögliche in einen Wein reininterpretiert, was der Laie einfach nicht nachvollziehen kann. Bei diesem Wein bekommt er aber auch mal die Chance ein echtes Geschmackserlebnis im Wein zu entdecken. Ich für meine Fälle bin froh, dass ich noch ein paar Flaschen von diesem Wein im Keller habe 🙂

 

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7-7,5gut

Preis: ca. 10 EUR
Ein klasse Wein zu einem klasse Preis!
Land: Spanien
Region: Rioja
Rebsorte: Tempranillo
passender Anlass: gemütlicher Abend mit Freunden
passende Mahlzeit: Pasta

 

Corkbordell Balazs Autor: Balazs

Profil

aktueller Alltagswein: Jülg Spätburgunder „Kalkmergel“ 2013
aktueller Lieblingswinzer: Weingut Jülg / Pfalz

Weintipps von Balazs

 

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